Du agierst noch oft im Dominanz-Prinzip!
Führung zu übernehmen ist für dich ein Kinderspiel und scheint dir im Blut zu liegen. Dabei tendierst du allerdings dazu, schnell mal "laut" zu werden mit deinem Hund, um ihn durch Lautstärke, Druck und Einschüchterung zu beeindrucken.
Du bist der Meinung, der Hund müsse gehorchen, und willst deine Position behaupten.
Gerne kontrollierst du Situationen und kannst es gar nicht leiden, wenn Dinge aus dem Ruder zu laufen drohen. Dann wirst du auch mal zornig, damit der Hund "spurt".
Dabei bist du willensstark und agierst äußerst entschlossen.
Du weißt, dass nur einer von euch beiden führen kann: entweder du oder der Hund.
Deine Macht lässt du dir nicht so einfach abnehmen und achtest darauf, dass die Fäden in deinen Händen bleiben.
Denn einer wird die Situation gewinnen. Und das bist du! Etwas anderes würdest du nicht zulassen wollen.
In Sachen Hund lässt du dir nicht gerne Dinge erzählen, denn du weißt schon ganz gut bescheid.
Generell verlässt du dich lieber auf dich selbst, als auf andere.
Deine Härte anderen und dir selbst gegenüber resultiert im grundegenommen aus Angst vor emotionalen Verletzungen.
Bevor etwas unkontrolliert wird, wirst du wütend und holst dir so die Kontrolle zurück.
Dir ist wichtig, keine Schwäche zu zeigen. Lieber wirst du für aggressiv, als für schwach gehalten.
Dein Hund jedoch versteht genau, was vor sich geht.
Lässt du den Bösewicht "heraus hängen", sieht er nur dein kleines verletztes Inneres Kind vor sich.
Zwar beugt sich der Hund dem Druck, jedoch ohne Lerneffekt.
In der nächsten ähnlichen Situation wird er wieder ähnlich handeln, außer du bringst im Vorfeld genug Druck auf.
Das Resultat:
Der Hund entwickelt dir gegenüber systemisch Meideverhalten und Misstrauen.
Dies zeigt er in bestimmten Situationen.
Während er drinnen der beste Hund der Welt ist, gibt es draußen Situationen, in denen er nicht mehr ansprechbar ist und völlig ausrastet.
Sicherlich kennst du das Katz- und Mausspiel mit deinem Hund: Kurz bevor du ihn dir greifen kannst, ist er mindestens wieder auf Armeslänge Abstand entwischt.
Obwohl du die Fäden in der Hand hast, und dein Hund deine Durchsetzungskraft kennt, klappt es im Alltag in vielen Siationen noch nicht so gut, wie du es dir wünschst, oder erst, wenn du richtig böse geworden bist.
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